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Hier nun
die interessantesten deutschsprachigen Bücher
zum Thema

 Tee , Chá , T'u Ch'uan

( chronologisch )

Jürgen Wasim Frembgen

Tausend Tassen Tee
Lambert Schneider Verlag / WBG, Darmstadt 2014
Mit zahlreichen Abbildungen, 143 Seiten
ISBN 978-3-650-40022-2

Der deutsche Ethnologe und Islamwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Wasim Frembgen behandelt in diesem Buch speziell die Teekultur in Nordafrika und im Orient. Von den Staaten des Maghreb über Ägypten, die Türkei, den Iran, Afghanistan bis Pakistan und Indien schildert er deren Eigenheiten und Hintergründe, die westlichen Teetrinkern meist unbekannt sind.


Karl Schmeisser
Dr. Jiang Wang

Tee im Teehaus
abcverlag, Heidelberg 2005
Mit zahlreichen Abbildungen (und drei Riech-Bildern!), 148 Seiten
ISBN 3-938833-01-7

Neben einer historischen Einführung und Hinweisen zur Teezubereitung beschäftigt sich das Buch besonders mit der Institution des chinesischen Teehauses. Die Autoren reisten zudem mit einem österreichischen Hotelier-Ehepaar durch China, die zur Abrundung ihres Wellness-Angebots daheim auf 1800 Meter Höhe ein mehrstöckiges Gebäude im chinesischen Pagoden-Stil planten und im Herbst 2005 in den österreichischen Alpen am Turracher See auch wirklich fertigstellten. Die oberste Etage steht Hotelgästen seitdem als Teehaus zur Verfügung. Dem Bauprojekt wird ein eigenes Kapitel gewidmet.


Ernst Janssen

Janssens Tee Almanach
Felicitas Hübner Verlag, Lehrte 2003
Paperback mit zahlreichen Abbildungen, 288 Seiten
ISBN 3-927359-85-8

Wie der Verfasser im Vorwort berichtet, hat er sich viele Jahre darum bemüht, Fachliteratur zu sichten und daraus alles Wissenswerte zum Thema Tee zusammenzutragen. So bietet dieser Almanach eine persönliche Zusammenfassung und eine allgemeine Einführung in die Thematik des Tees. Tee wird dabei im weitesten Sinne verstanden, so dass Janssen auch Rooibos, La Pacho und Mate bespricht.


Thomas Lünser

Reisen zum Tee
Nora Verlag, Berlin 2003
Paperback mit schönen Zeichnungen, 396 Seiten
ISBN 3-936735-35-2

Dieses Buch ist wortwörtlich ein Reise-Buch zum Tee.

Der Autor war Teehändler in Berlin und verbindet in seinem Buch, was sonst nur selten zusammentrifft: einen stimmungsvollen Reisebericht mit äußerst fachkompetenten Anmerkungen zum Tee und seiner Zubereitung. Thomas Lünser bereiste die Teeanbaugebiete in Süd- und Ostchina, auf Taiwan und Japan, war in Malaysia, Singapur, Burma, Indien und Nepal. Ein hilfreiches Buch, um sich in der Sortenvielfalt des chinesischen Tees zurechtzufinden und wertvoll, was Anmerkungen und Hinweise rund um den Tee betrifft. Hier spricht ein Fachmann, dem man sich anvertrauen kann.


Lu Yü

Cha Ching
Das Klassische Buch vom Tee.
Verlag Styria, 2002
Mit mehreren Abbildungen, 95 Seiten.
ISBN 3-902016-30-2

Während der Tang-Dynastie schuf der Teemeister Lu Yü einen ersten geschichtlichen Abriss zur Geschichte des Tees. Er beschrieb Aussehen und Herkunft der Teepflanze, ging auf den richtigen Zeitpunkt für die Tee-Ernte und die für die unterschiedlichen Herstellungs- und Zubereitungsmethoden benötigten Gerätschaften und Utensilien ein (die Teeblätter wurden damals fast ausschließlich zu gepresstem Ziegeltee verarbeitet) und benannte die damals führenden Teeanbaugebiete.
Die Schrift hat heute ausschließlich bibliophilen Wert und befriedigt nur eingefleischte Teetrinker. Der übersetzte Urtext reduziert sich auf 40 Seiten A 6.

Wang Ling

Die chinesische Teekultur
Verlag für fremdsprachige Literatur, Beijing 2002.
Mit zahlreichen Abbildungen, 145 Seiten. 
Vertrieb: CBT China Book Trading GmbH, D-63322 Rödermark. 
ISBN 7-119-02146-X

Diese chinesische Publikation schildert den Ursprung des Tees und seine Entwicklungsgeschichte, es beschreibt Teebearbeitungs-verfahren, Teesitten und -gebräuche sowie die Teegeschirre. Ferner enthält es viele Sagen und Anekdoten im Zusammenhang mit Tee und der Teekultur und gibt eine interessante Darstellung des Themas aus chinesischer Sicht.
Inhalt:
- Die Ursprünge des Teetrinkens und der Keim der Teekultur
- Die Entwicklung der chinesischen Teekultur
- Die chinesische Teekunst
- Der Geist der chinesischen Teezeremonie
- Die Teehauskultur
- Tee, Kunst und Volksliteratur
- Tee und Rituale
- Volkstümliche Teekunst
- Teebrauchtum der nationalen Minderheiten
- Die chinesische Teekultur findet Zugang zur Welt


Ananja Balkumari

Das Wunder von Darjeeling
Die Geschichte des Teegartens Makaibari
Novalis Verlag, Schaffhausen 1999.
Mit mehreren Zeichnungen, Farbabbildungen und einer Karte. 78 Seiten.
ISBN 3-907160-58-4

Die kleine Schrift erzählt, wie sich der indische Teegarten Makaibari ("Maisfeld") unter der Leitung der Familie Banerjee im nordindischen Darjeeling über Generationen hinweg langsam entwickelte und wie es kam, daß der augenblickliche Besitzer, Swaraj Kumar Banerjee, ein Anhänger der landwirtschaftlichen Anbaumethoden von Rudolf Steiner wurde. Die Teeplantage Makaibari produziert heute Darjeelingtee mit dem Demeter-Siegel. 


Marco Ceresa

Die Entdeckung des heißen Wassers
Projekt Verlag, Bochum 1999.
Mit 4 Abbildungen, 89 Seiten.
ISBN 3-89733-027-X

Eine kleine Schrift, die alten chinesischen Texten zum Thema "Teewasser" nachgeht. 
Ein Büchlein zur Quellenkunde - und im Hinblick auf die heutige Teezubereitung leider ziemlich irrelevant.


Stephan Reimertz

Vom Genuss des Tees
Eine heitere Reise durch alte Landschaften,
ehrwürdige Traditionen und moderne Verhältnisse,
inklusive einer kleinen Teeschule.
Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig 1998.
Mit 65 zum Teil farbigen Abbildungen, 207 Seiten.
ISBN 3-378-01023-1

Wahrlich eine heitere Reise! Wer Spaß hat am Spiel der Worte, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen! Auch hier ein paar Kapitelüberschriften als Kostproben der feuilletonistischen Feder des Autors: 
          - Nach dem Tee Sex, und nach dem Sex Tee! 
          - Plädoyer für den Freien Aufguß 
          - Das innere Bad 
          - Traktat vom Snob  
          - Tee im Harem des Archimedes  
          - Ein Neger zum Tee 
          - Der Geist des Tees
 
Mit dem ausführlichsten Literaturverzeichnis das ich kenne.


Jane Pettigrew

Tee
Das Handbuch für Geniesser
Benedikt Taschen Verlag, Köln 1998.
Mit zahlreichen Abbildungen, 192 Seiten.
ISBN 3-8228-7595-3

Am Thema Tee haben sich viele versucht und eine Fülle mitunter trivialer Bücher in die Welt gesetzt. Unter den kleineren Ausgaben bildet dieses Sachbuch (zum ebenso kleinen Preis) eine erfreuliche Ausnahme. Da es schön aufgemacht ist und von Sachverstand zeugt, empfiehlt es sich für all jene, die man mit einem Buch-Geschenk in die Welt des Tees einführen möchte.
Das Besondere sind hier die Tafeln des Internationalen Tee-Verzeichnis: Eine kurze Landeskunde mit Karten der einzelnen Teeanbaugebiete bilden den Auftakt, Abbildungen vermitteln einen Eindruck vom Aussehen des Tees und der aufgegossenen Teeblätter, es gibt kurze Hinweise zum Namen, zum Aufbrühen und was man beachten sollte, und es werden auch mutige Empfehlungen ausgesprochen: Manch bitteren 08/15 Grüntee solle man besser mit erfrischender Minze nehmen, der kräftige Kenya Blend "paßt zu Schokoladenkeksen und Dessert" und der First-Class Castleton Darjeeling delektiere sich am besten "zu Räucherlachs und frischen Erdbeeren mit Sahne." Nunja - Jane ist Engländerin und die Engländer haben da ja bekanntlich einen etwas eigenen Geschmack ... Zwar wird auch in diesem Buch bei den Mengenangaben wieder der Hinweis versäumt, daß es sich um kleine englische teaspoons handelt, die bitte nicht mit unseren deutschen Teelöffeln zu verwechseln sind, doch das wollen wir Jane großmütig nachsehen (Böse Zungen behaupten, das würde bei diesem dunklen Aufguss, den man im britischen Imperium martialisch mit Milch und Zucker zu sich und Käse-Sandwiches nimmt, ja auch nicht mehr viel ausmachen). Aber wir wollen nicht als mäkelig gelten: Wirklich mehr als ausgeglichen werden solche Nebensächlichkeiten durch die schöne Ausstattung des Buches, dass man hier zwischen Ton- und Yixing-Teekannen zu unterscheiden weiß, die Erwähnung der Fair-Trade-Aktion und die angemessen ausführliche Behandlung der China-Tees. 


Katerina Vatsella, Sparkasse Bremen (Hrsg.)

Bremer Handelsgüter - Tee
H. M. Hauschild GmbH, Bremen 1995
Mit zahlreichen Abbildungen, 79 Seiten.
ISBN 3-929902-69-9

Die Bremer Sparkasse startete im Jahr 1995 eine Ausstellungsreihe über bedeutende Bremer Handelsgüter, die von der Kunsthistorikerin Katerina Vatsella mit entsprechenden Publikationen begleitet wurde. Das erste Ausstellungsthema betraf den Tee.
Das Buch vereint Fachartikel verschiedener Autoren, die das Thema von unterschiedlichen Seiten beleuchten. Besonders interessant sind die Kapitel, die sich unmittelbar auf die Situation in Bremen beziehen:
   - "Wie der Tee nach Bremen kam" (bis zum Ersten Weltkrieg)
   - "Tee in Bremen in der Zwischenkriegszeit und nach dem Krieg"
   - "Bremische Teefirmen in Geschichte und Gegenwart"
   - "Vergangene Spuren des Tees in Bremen"


Jürgen K. Ehrmann

Das Buch der Teedosen
Buchkultur Verlagsgesellschaft m. b. H., Wien 1993
Mit vielen s/w- und Farbabbildungen, 126 Seiten.
ISBN 3-901052-10-0

Jürgen Ehrmann hat mit seiner ersten Publikation ein ganz hervorragendes Buch über Teedosen vorgelegt. Zusammen mit dem Wiener Teehändler und Sammler Andrew Demmer bietet der Band mehr als 60 Abbildungen mit insgesamt 102 verschiedenen europäischen Teedosen. Die bisher einzige deutschsprachige Publikation zu diesem Thema.

Der zweisprachige Begleittext (deutsch/englisch) behandelt neben einem kurzen Abriss zum Thema Tee auch die historische Entwicklung der Teeverpackungen und ihre künstlerische Gestaltung.

Ein wundervolles Buch.


Alain Stella,
Nadine Beauthéac,
Gilles Brochard,
Catherine Donzel

Das Buch vom Tee
Wilhelm Heyne Verlag, München 1992
Prall gefüllt mit guten und großformatigen Abbildungen, 256 Seiten dick.
ISBN 3-453-05926-3
(Doch Vorsicht: Im Jahr 2003 ist ein im Umfang stark reduzierter Nachdruck erschienen!)

Diesem Buch habe ich es zu verdanken, daß ich im Jahr seines Erscheinens und in den Folgejahren regelmäßig mit klopfendem Herzen nach Paris eilte - um dort Tee zu trinken. Vom Fleck weg hatte es mich in in seinen Bann geschlagen und nach den Kauf gleich für drei Stunden im nächsten Café gefangengehalten. Seine Ausstattung ist eine einzige Lust und die im Anhang ausführlich beschriebenen 23 Pariser Salons de Thé und 13 Tee-Fachgeschäfte weckten meinen Spieltrieb und meine schier unbezähmbare Neugier. Paris wurde wieder einmal zum Erlebnis. Und ohne dieses Buch hätte ich vielleicht nie oder doch erst viel später den Inbegriff aller Teehandlungen, die Apotheose des Teegenusses schlechthin kennengelernt: Mariage Frères (www.mariagefreres.com), in der Rue des Grands-Augustins im 6. Arrondissement.
Europas Gral Théique !


Adolf Goetz

Teegebräuche in China, Japan, England, Russland und Deutschland
Neuausgabe. Reihe: Ethnomedizin und Bewußtseinsforschung- Historische Materialien 8.
Verlag für Wissenschaft und Bildung, Berlin 1989. 95 Seiten
ISBN 3-927408-12-3

Ebenfalls eine etwas antiquierte Publikation, Reprint der Originalausgabe des Jahres 1934. Entgegen dem Buchtitel wird China in dieser kleinen Publikation thematisch kaum gestreift, den Schwerpunkt bilden Japan und die angelsächsischen Länder in einem durchaus persönlich zu nennenden Stil. 



Arend Vollers

Indonesien
Reise in die Teegebiete auf Java und Sumatra

Paul Schrader & Co., Bremen 1987
Mit zahlreichen Abbildungen. 60 Seiten

Der Begriff INDONESIEN wurde durch den Bremer Prof. Dr. Adolf Bastian 1884 geprägt und aus 'indisch' und 'Nesioi' (griech. Insel) gebildet. Der Staat Indonesien wurde erst 1949 gegründet und umfasst eine Vielzahl kleiner und großer Inseln (manche davon nur zum Teil!). Die größten sind Java uns Sumatra.
Die Broschüre des Teehandelshaus Schrader geht auch auf mehreren Seiten speziell auf den Teeanbau in Indonesien ein.



Arend Vollers

Tee in Assam
dem fruchtbaren Land am Brahmaputra.

Selbstverlag, Bremen 1986
60 Seiten mit vielen Abbildungen

Noch eine schön aufgemachte kleine Broschüre über das Teeanbaugebiet in Assam. Neben einer geographischen Einführung und einem historischen Rückblick werden die einzelnen Schritte des Teeanbaus und der Weiterverarbeitung bis hin zum fertigen Tee beschrieben. Eingegangen wird auch noch kurz auf Teezüchtung, Pflanzenschutz und die soziale Situation der Teearbeiter.


John Blofeld

Das Tao des Teetrinkens
Von der chinesischen Kunst,
den Tee zu bereiten und zu genießen.

Otto Wilhelm Barth Verlag, 1986.
Mit 6 Abbildungen im Text, 223 Seiten.
ISBN 3-502-67079-X

Kein anderes Buch erzählt mit so viel altmodischem Flair vom China des frühen 20. Jahrhunderts wie dieser Klassiker. Insgesamt 17 Jahre hielt sich John Blofeld in China auf und kümmerte sich nur ums Wesentliche: Um das Teetrinken und die Suche nach dem Tao. Seinen Lebensunterhalt bestritt er nebenbei durch Gelegenheits- arbeiten. Kapitel wie Teehäuser , Zehntausend Tees , Tee und Tao , Bergquellen, die Freunde des Tees , Eine Anleitung zur Ausübung der kunstlosen Kunst versprechen nicht zuviel. Ein Buch für hemmungslose Schwärmer vergangener Zeiten. Völlig unverzichtbar hierzu auch sein anderer Klassiker Der Taoismus - des Schwärmens zweiter Teil. Und wer nach der Lektüre neugierig auf diesen Menschen geworden ist, dem sei auch noch seine Autobiographie "Rad des Lebens" empfohlen.

 



Arend Vollers

Tee und Porzellan
zwei Kostbarkeiten aus dem Reich der Mitte.
Selbstverlag, Bremen 1985
56 Seiten mit vielen Abbildungen

Eine schön aufgemachte kleine Broschüre, die neben der chinesischen Porzellanherstellung auch viele Bildbeispiele zu alten europäischen Teeservicen gibt.


Adrian, Temming, Vollers

Das Teebuch
Geschichte und Geschichten. Anbau, Herstellung und Rezepte
Bucher, München 1983
Mit zahlreichen Abbildungen und Karten. 176 Seiten
ISBN 3-7658-0421-5

Dieses schön bebilderte Buch zum Tee war bis 1992 das bibliophilste auf dem deutschen Markt. Mittlerweile ist es nur noch antiquarisch zu bekommen. 



Arend Vollers

Teekisten
Über die Verpackung von Tee gestern und heute.
Selbstverlag, Bremen 1983
60 Seiten mit vielen Abbildungen

Eine weitere sehr liebevoll aufgemachte Broschüre von Arend Vollers, die sich reich bebildert dem Thema "Teekisten" widmet. 



Arend Vollers

Darjeeling
Land des Tees am Rande der Welt.
Selbstverlag, Bremen 1981
72 Seiten mit vielen Abbildungen

Eine sehr informative kleine Broschüre über die Ursprünge des Teeanbaus im nordindischen Darjeeling und die dortige Situation im Jahr 1981. 



Denys Forrest

Tee und die Engländer
Vom englischen Nationalgetränk, wie es dazu wurde und welchen Einfluß Tee aus China auf die englischen Sitten und Gebräuche ausübte.
Paul Schrader & Co., Bremen 1980
79 Seiten mit vielen Abbildungen

Eine weitere Broschüre des Tee-Handelshauses Paul Schrader & Co. in Bremen, die Kunden bei größeren Bestellungen als Präsent beigelegt wurde.



Arend Vollers

China privat
Reisen eines Teehändlers im Reich der Mitte.
Selbstverlag, Bremen 1979
72 Seiten mit vielen Abbildungen

Persönliche Reiseeindrücke von Arend Vollers. Er berichtet von Städten im Mündungsgebiet des Jangtsekiang (Wuhsi [Wuxi], Nanking [Nanjing], Ihsing [Ixing], Soochow [Suzhou]), reist nach Peking [Beijing] im Norden und besucht Kanton [Guangdong] und die Insel Hainan im Süden. Natürlich immer in Verbindung mit seinen Einkäufe für das Bremer Tee-Handelshaus Paul Schrader & Co. Im Jahr 1979 war solch eine Reise noch ein spannendes Abenteuer: Als Ausländer war man die absolute Ausnahme (und Attraktion) und China hatte noch seinen ungelackten, postsozialistischen "Charme".



Hans G.
Adrian

Tee über den Ozean
Von Teehandel und Teehändlern, von Klippern und Kapitänen und von der Begegnung mit dem Fernen Osten, dargestellt auf alten Bildern und in authentischen Berichten.
Paul Schrader & Co., Bremen 1979
122 Seiten mit vielen Abbildungen und einer Faltkarte

Diese kleine Tee-Broschüre dürfte sich zeitweilig wohl in knapp der Hälfte aller bundesdeutschen Haushalte befunden haben - in der Hochzeit des Bremer Tee-Handelshauses Paul Schrader & Co., als Bestellen per Katalog noch etwas Besonderes war und verlockende Werbeprämien zur Rekrutierung des ganzen Freundeskreises verführten.



Aleíjos
( d.i. Aleks Pontvik )

T'u Ch'uan
Grüne Wunderdroge Tee
Schicksal einer Heilpflanze in fünf Jahrtausenden.

Wilhelm Braumüller,
Universitäts-Verlagsbuchhandlung Ges.m.b.H., Wien 1977. 176 Seiten
ISBN 3-7003-0155-3

Ein wahrscheinlich nur Wenigen bekanntes Buch. Der aus Argentinien stammende Autor führte wissenschaftliche Untersuchungen speziell am chinesischen Teestrauch Camellia Sinensis durch und legt sehr ausführlich dar, warum gerade der chinesische Grüntee so viele gesundheitliche Vorzüge und Besonderheiten aufweist.
Das Zeichen CH'UAN ist eines der ältesten Symbole der chinesischen Sprache, sowohl für den Teestrauch selbst, als auch für das aus seinen Blättern zubereitete Getränk. Die Bezeichnung war vor allem in der Provinz Sichuan gebräuchlich, die der chinesische Tee-Poet Lu Yü in seiner dreibändigen illustrierten "Heiligen Schrift vom Tee" (s.o.) als die eigentliche Heimat des heilwirkenden Tees bezeichnet.
Das noch ältere Schriftzeichen T'U bezeichnet die Blattknospen der ersten Ernte des Jahres, die die höchste Konzentration an Wirkstoffen beinhalteten.
Das Buch ist eine Laudatio aus Liebe zum Sujet. Und es ist erstaunlich, was sich von Fachseite über dieses Thema alles sagen läßt.


Johann Haddinga

Das Buch vom ostfriesischen Tee
Verlag Schuster, Leer 1977
177 Seiten.
ISBN 3-7963-0237-8

Wer eine erschöpfende Abhandlung über alle Aspekte der Teetradition in Ostfriesland sucht, der findet sie in diesem Buch.

Hans G. Adrian

Einladung zum Tee
Japans Teezeremonie: Fernöstliche Philosophie
und Lebenskunst für Teetrinker
Paul Schrader & Co., Bremen 1976
Mit zahlreichen Abbildungen. 60 Seiten.

Eine
erste
Einführung
in 
den 
Geist
der
japanischen 
Teezeremonie.

Hans G. Adrian

Bilderbuch zum Tee
Eine kleine Kulturgeschichte des Teetrinkens
mit zwölf chinesischen Aquarellen des 18. Jahrhunderts
Gondrom Verlag, Bayreuth 1967
Mit 12 farbigen Reproduktionen der Österreichischen Nationalbibliothek. 45 Seiten.

Eine der ersten erwähnenswerten deutschen Publikationen der Nachkriegszeit zum Thema Tee. 
"Auch die kostbaren zweiunddreißig Aquarelle, in denen ein unbekannter chinesischer Künstler des 18. Jahrhunderts den Weg des Tees mit anmutigem Pinsel dargestellt hat, geben Zeugnis davon, wie im alten China die Arbeit für den Tee zur Kunst, das Alltäglichste zur schönen Form erhoben wurde. Aus dem Originalalbum, das übrigens vermutlich der österreichische Botaniker Karl Freiherr von Hügel von einer großen Chinareise 1830/37 mitgebracht und der k. u. k. Hofbibliothek zu Wien übergeben hat, zeigen die folgenden Seiten eine Auswahl."

Horst Hammitzsch

CHA-DO. Der Tee-Weg.
Eine Einführung in den Geist der japanischen Lehre vom Tee
Otto Wilhelm Barth-Verlag GmbH, München-Planegg 1958
Mit mehreren Zeichnungen. 165 Seiten

Wie es der Untertitel besagt: Die erste deutschsprachige Darstellung der japanischen Lehre vom Tee.

- Der Tee in Japan, seine Herkunft und sein Gebrauch
- Der Tee-Weg und seine Großmeister: Shukô, Jôô, Rikyû
- Der Tee-Weg und die Zen-Lehre
- Der Tee-Raum und der Tee-Garten
- Der Tee-Weg und die Blumen
- Der Tee-Weg und die Malerei
- Der Tee-Weg und der Tee-Mensch



Peter Martin Urtel

Die Kunst, Tee zu trinken
Heimeran, München 1956
Mit mehreren Zeichnungen und einer Karte. 120 Seiten.

 

Ein kleines Bändchen mit heute vorwiegend bibliophilem Wert. 

- Vom Duft und vom Geschmack
- Thea assamica und Thea sinensis
- Es war einmal
- Samenkorn und Röstmaschine
- Von Sorten und Mischungen
- Wenn die Wogen im Kessel
- Ch'a und cha und caj
- Von den Eingeborenen der Britischen Inseln
- Ohne Tee gäb's keine U.S.A.
- Kamele, Kunden und Kaufleute
- Von tea-pots und Teeschalen
- Sünden, Rezepte und Schnurriges
- Onkel Brombeer und Tante Minze
- Abwarten - und Tee trinken


Kakuzo Okakura

Das Buch vom Tee
Insel-Verlag (Insel-Bücherei Nr. 274), Wiesbaden 1952
77 Seiten.

Das Buch vom Tee ist eher ein Essay, eine längere Reflexion über den Tee, die Kultur und die Kunst, wobei der japanische Blickwinkel eigen sein mag, dafür aber zum Nachdenken anregt. Unwillkürlich vollzieht man einen Abgleich mit der eigenen Sicht der Dinge. Kakuzo Okakura wurde 1862 in Yokohama als Sohn einer Samurai-Familie geboren. Während sich Japan gar heftig dem Westen öffnete und bald auch die Vorherrschaft in Fernost an sich riss, studierte Okakura an der Kaiserlichen Universität in Tokio mit Abschluss cum laude. Durch sein Studium der englischen Sprache und der intensiven Auseinandersetzung mit der westlichen Kunst, setzte bei ihm eine Rückbesinnung auf die eigenen kulturellen Werte ein und er gründete eine Einrichtung, die sich der Förderung und Erhaltung urjapanischer Kunstrichtungen zur Aufgabe machte, darunter auch dem Chadô, dem "Weg des Tees". Durch seine ausgedehnten Vortragsreisen in Europa, Amerika, China und Indien wurde Okakura Anfang des 20. Jahrhunderts zum Kultur-Mittler zwischen Ost und West.


Hans Stübel

Der Wu-I-Schan
Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens
Otto Harrassowitz, Leipzig 1937
Mit 28 Abbildungen. 41 Seiten.

Der Verfasser war Professor an der Universität in Schanghai, als er 1929 eine Reise in die chinesische Provinz Fukien unternimmt. Neben ethnologischen Studien interessiert er sich vor allem für das dortige Teeanbaugebiet in den "Bohea Mountains", dem früheren Hauptanbaugebiet für den in Europa so geschätzten Chinatee. Er bereist das idyllische Wu-I-Gebirge im Nordwesten der Provinz, unternimmt eine Bootsfahrt durch das "Tal der 9 Windungen" und berichtet ausführlich über den Teeanbau und seine regionalen Besonderheiten.

Otto F. Schleinkofer

Der Tee
Kommissionsverlag für den Buchhandel: Michael Beckstein, München 1924
(Neuauflage bei: Cram de Gryter & Co., Hamburg 1956) 
Mit zahlreichen Abbildungen, Tabellen und einer großen Farbkarte, 126 Seiten.

Ein nur noch antiquarisch zu erhaltendes Fachbuch mit dem Wissenstand des Jahres 1924. 
Inhalt:     - Der Tee vom lebensmittelchemischen Standpunkt
              - Der Tee vom medizinischen Standpunkt
              - Die psychische Wirkung von Tee
              - Geschichte des Tees 
              - Der Anbau des Tees
              - Ernte des Tees
              - Herstellung des Tees
              - Handels-Sorten
              - Handelswege und Handelsgepflogenheiten
              - Die Tee-Verbrauchsländer ausserhalb Ostasiens
              - Die richtige Zubereitung des Tees
              - Teeverfälschungen

 Ein originelles und bibliophiles Zeitdokument mit einer großen  "Karte der Tee-Distrikte in Ost-Asien".


Robert Fortune

Robert Fortunes Wanderungen in China
während der Jahre 1843-1845 
nebst dessen Reisen in die Theegegenden China's und Indiens 1848-1851
(Dr. Julius Theodor Zenker, Hrsg.)
Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig 1854
Mit 12 Abbildungen und 2 Karten. 413 Seiten.

1843 wird der schottische Botaniker Robert Fortune erstmals nach China gesandt, um dort nach unbekannten Nutz- und Zierpflanzen zu suchen. 1848 wird dann zu einem bedeutsamen Datum in der Geschichte des Tees und gleichzeitig das Jahr der ersten 'Industriespionage': Robert Fortune ist zum zweiten Mal nach China gesandt, diesmal im Auftrag der East India Company, um das Geheimnis des Teeanbaus zu lüften und geeignete Pflanzen und Samen zur Kultivierung nach Indien zu schmuggeln. Um ins verschlossene Landesinnere vorzudringen, ist Fortune gezwungen, in Verkleidung zu reisen: Er lernt Chinesisch, rasiert sich den Kopf und legt Landestracht an. Von Shanghai aus reist er mit Dienern, Boot und Sänfte zuerst in das westlich gelegene Teeanbaugebiet Huang Shan, wo er sich Grüntee-Setzlinge besorgt. Ein paar Monate später glückt es ihm, auch in der Provinz Anhui, die für ihren Schwarztee berühmt ist, Teesamen einzusammeln. Erst jetzt erfährt die Welt durch ihn, dass Grün- und Schwarztee von ein und der selben Pflanze stammt und nur durch unterschiedliche Verarbeitungsmethoden gewonnen wird. Und (mit einiger Bestürzung) erfährt der Westen auch, dass die chinesischen Teehändler dem Grüntee Berliner Blau (eine giftige Mischung von Blausäure und Eisen) beifügen, um die in Europa gewünschte 'schöne' Farbe des Teeaufgusses zu erzielen! Mit 2.000 Teepflanzen und 17.000 Samen kehrt er nach Hongkong zurück und bereitet dort alles für deren Verschiffung nach Indien vor. Noch ohne es zu ahnen, hat China damit sein Tee-Monopol verloren. 


F. Marquis (Hrsg.)

Taschenbuch für Teetrinker
oder der Thee in naturhistorischer, culturlicher, merkantilischer, medicinisch-diätetischer und luxuriöser Hinsicht.
Herausgegeben von F. Marquis und für den deutschen Geschmack zugerichtet und mit einer Abhandlung über den Paraguay- oder Yerba-Thee, ingleichen einem Auszuge von Siebolds Beschreibung des Thees in Japan vermehrt und durch Abbildungen erläutert von Fr. W. Westphal. 
Mit 2 illum. und 4 schwarzen Kupfern. Weimar, 1836. 
168 Seiten

Ein schönes bibliophiles Bändchen mit dem gesammelten Wissen der damaligen Zeit.

Das Zentralantiquariat der Deutschen Demokratischen Republik gab 1985 dankenswerterweise ein schönes Reprint heraus, als Vorlage diente ein Exemplar der Zentralbibliothek der deutschen Klassiker in Weimar.


François le Goulon

Der elegante Theetisch
oder Die Kunst einen glänzenden Zirkel auf eine geschmackvolle und anständige Art ohne großen Aufwand zu bewirthen. 
Weimar, 1809. 

1809 gab der Großherzoglich Sächsisch-Weimarische Mundkoch François le Goulon diesen Ratgeber heraus und überschrieb das Einleitungskapitel "Von den Pflichten des Wirtes oder der Wirtin gegen die Gäste". Die Bereitung des Tees an sich gerät recht kurz, denn "die Bereitung des Tees ist an sich zu einfach und allgemein bekannt, um etwas hierüber sagen zu können. Nur diese einzige Erinnerung sei mir erlaubt: das Teewasser muß bei hell brennendem Feuer so schnell wie möglich kochend gemacht werden, damit es keinen räucherischen Geschmack annehmen kann, welcher auch dem kostbarsten Tee seine Güte benimmt." Das empfohlene Teegerät entspricht englischen Vorbildern, "Wedgewood bleiben immer noch die beliebtesten", Teelöffel von Vermeil werden erwähnt und auch "ein neues, in England erfundenes Fayence, welches unter dem Namen Lustre verkauft wird und mehrere Metalle ziemlich täuschend nachahmt, eignet sich besonders als Surrogat des Silbers sehr zum Schmuck eines Teetisches". Den Schwerpunkt bilden 160 Rezepte des Verfassers, von Himbeerwasser, über Anis-Strözel bis zum Baumkuchen, dazu Gelees, Gebäck und als krönenden Abschluss das Gefrorene.

Ein Reprint mit 115 der Rezepte erschien 1985 beim Verlag für die Frau in Leipzig. 1988 wurde dessen 2. Auflage herausgegeben und auf 104 Seiten illustriert.


John Coackley Lettsom
John Ellis

Geschichte des Thees und Koffees.
Aus dem Englischen der Herren John Coackley Lettsom und John Ellis übersetzt und mit einigen Zusätzen vermehrt. 
Leipzig, verlegts die Dyckische Buchhandlung 1776 
Mit drei Kupferdrucken, 243 Seiten

 

Im Auftrag des Handelshauses Paul Schrader in Hamburg hat das Zentralantiquariat der Deutschen Demokratischen Republik im Jahr 1985 ein Reprint herausgegeben. Die drei zum Band gehörenden schwarzweißen Kupferdrucktafeln, im Original am Ende der jeweiligen Teile eingefügt, sind der Reprintausgabe aus technischen Gründen lose beigelegt. Bei einer Kupfertafel wurde auf das englische handcolorierte Original zurückgegriffen (siehe links unten).
Ein schönes kleines bibliophiles Bändchen!

"Vorerinnerung.
Wir sind seit drey oder vier Jahren so glücklich gewesen, einige wenige ächte Theepflanzen nach England zu bekommen. Es war zwar schon, wie man mir erzählt, ehedem ein sehr großer Strauch von dieser Art in England, der dem Hauptmann von einem Ostindienfahrer gehörte, und den derselbe einige Jahre unterhielt, es wollte aber der Besitzer desselben an niemanden anders Zweige oder Absenker davon überlassen, daher denn, als die Pflanze eingieng, keine andere in England übrig blieb. Auch besaß vor nicht gar langer Zeit der große Linné eine Theepflanze, die aber auch, wie man mir erzählte, eingegangen ist. Ich kenne verschiedene Personen, die weder Mühe noch Unkosten gespart haben, dieses immergrünende Gewächs aus China zu erhalten, es ist aber alle Mühe vergeblich gewesen. Denn ob man gleich viel starke und gute Pflanzen zu Canton einschiffete, so fiengen doch dieselben bald auf der See an zu verdorren und es kam nicht eine davon in England unverdorben an.
Der größte Theestrauch, der vorjetzo hier in England angetroffen wird, ist in dem königlichen Garten zu Kew. Er ist dahin durch den berühmten J.Ellis gekommen, der ihn aus Saamen aufgezogen hat. Eine andere zu Sion House, einem dem Herzog von Northumberland gehörigen Gute, befindliche Pflanze aber ist die erste, die in England und Europa jemals geblüht hat. Man hat solche in der Blüthe abgezeichnet und ihre Teile botanisch beschrieben. Der Kupferstich, den ich in gegenwärtiger Abhandlung (Tafel I.) davon mittheile, ist der Originalzeichnung ähnlich ... "


Philippe Sylvestre Dufour

Drey Neue Curieuse Tractätgen
Von Dem Trancke Cafe, Sinesischen The, und der Chocolata, Welche Nach ihren Eigenschafften, Gewächs, Fortpflanzung, Praeparirung, Tugenden und herrlichen Nutzen sehr curieus beschrieben, Und nunmehro in die Hoch=teutsche Sprache übersetzet Von dem, Welcher sich jederzeit nennet Theae Potum Maxime Colens.
In Verlegung Friedrich Arnsts, Budissin [Bauxen] 1686 
Mit Frontispiz und 3 Holzschnitten, 247 Seiten

Die Erstausgabe erschien 1671 anonym unter:

DE L'USAGE DV CAPHE', DV THE', ET DV CHOCOLATE. (Mit einem Holzschnitt)

Im Jahr 1685 erschienen gleich vier Neuauflagen:

  1. TRAITEZ Nouveaux & curieux DV CAFE', DV THE' ET DV CHOCOLATE. Par Philippe Sylvestre Dvfovr. Lyon. (Mit Frontispiz und drei Kapitelabbildungen)

  2. TRAITEZ Nouveaux & curieux DU CAFE', DU THE' ET DU CHOCOLATE. Par Philippe Sylvestre Dvfovr. Den Haag (Mit Frontispiz und drei Kapitelabbildungen)

  3. TRACTATUS NOVI DE POTV CAPHE'; DE CHINENSIUM THE'; ET DE CHOCOLATA. Jacobus Spon. Paris (Mit Frontispiz und drei Kapitelabbildungen)

  4. THE Manner of Making OF COFFEE, TEA AND CHOCOLATE. London (Mit Frontispiz und drei Kapitelabbildungen)

In Deutschland erschien 1686 die oben aufgeführte erste deutsche Übersetzung, die auf der lateinischen Version von 1685 beruht und als Verfasser deshalb versehentlich den in Lyon tätigen Arzt Jacob Spohn benennt, der die anonyme Ausgabe von 1671 ins Lateinische übersetzte und herausgab. Lange Zeit hält man Philippe Sylvester Dufour für sein verwendetes Pseudonym aufgrund der zunehmenden Hugenottenverfolgung. Heute gilt jedoch Philippe Sylvester Dufour, ein in Marseille tätiger Apotheker und Antiquar als Verfasser der Schrift, der mit Jacob Spohn befreundet war und dessen Bibliothek benutzte.
Das Buch fand im 17. und frühen 18. Jahrhundert weite Verbreitung in ganz Europa.

1986 gab die Edition Leipzig dankenswerterweise ein Reprint der deutschen Erstausgabe 1686 heraus, das als Lizenzausgabe beim Verlag D. Richter GmbH in München erschien. Ein schönes kleines Bändchen (10x15,5 cm) im dekorierten Pappschuber, ergänzt um ein äußerst lesenswertes 47seitiges Nachwort von Ulla Heise (und mit 5 zusätzlichen Kupferstich-Abbildungen). 


Jano Abrahamo à Gehema

Edler Thee-Tranck
Ein Bewehrtes Mittel Zum Gesunden langen Leben und Herrlicher Wasser-Trunck. Für Alle Menschen in allen Ständen nützlich - ja nöthig: Allen Gesunden heilsam, allen Krancken diensahm.
Johann Wessel, Bremen 1686
121 Seiten (und Anhang)

Das erste in Deutschland erschienene Buch über den Tee. Der am Hof des polnischen Königs wirkende Arzt Janusz Abraham Gehema war Anhänger des holländischen Arztes Cornelis Bontekoe, der wenige Jahre zuvor mit seiner Schrift Tractat van het excellenste Kruyd Thee für die allgemeine Verbreitung des Teetrinkens eingetreten war. Gehema ging es ebenfalls darum, dem allerorts üblichen Alkoholkonsum etwas Sinnvolles entgegenzustellen.
Ein im Stil der Zeit verfasster, heute eher schwer verständlicher Text.  Gehema entwirft die Figuren Biermann, Weinreich und Aquarius, wobei jeder das seinem Namen entsprechende Getränk darstellt und verteidigt. Aquarius, als Vertreter des Thees, kann sich mit einer wissenschaftlichen Argumentation durchsetzen.
( Den Originaltext online lesen )


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China und der Tee