2010
Günter Grimm

 


(*17.12.1919, †1.2.1990) Aufgewachsen in Magdeburg und Swinemünde. Nach dem Weltkrieg berufliche Arbeit als freier Kameramann. 1959 Beginn der Tätigkeit für den Südwestfunk. Durch Filmaufnahmen für einen Kulturfilm reist Günter Grimm 1956 nach Usbekistan und kommt dort erstmals in Kontakt mit dem chinesischen Kulturkreis. Mit   großem Interesse verfolgt er die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in der jungen Volksrepublik China. Seine Auseinandersetzung mit der klassischen chinesischen Literatur und Philosophie führen zum Erlernen der chinesischen Sprache im Selbststudium. Im Gedankengut des Taoismus findet er die für ihn gültige Weltanschauung. Über Jahre hinweg pflegt Günter Grimm intensive Kontakte nach China.

 

     Die neue Buchausgabe "Das weiche Wasser bricht den Stein ..." von Günter Grimm

 
Das weiche Wasser bricht den Stein ...
 
Der vollständige Text des Tao Te King
interpretiert
von Günter Grimm
   

(Manufakturausgabe
in 100 nummerierten Exemplaren)   
   

Verlag Das klassische China, Weinheim
124 Seiten. ISBN
978-3-9811148-4-3

 

 

"Die zweitausendfünfhundert Jahre alte Schrift 'Tao Te King ' des weisen Chinesen Laotse erweist sich auch noch in unserer Gegenwart als ein Leitfaden von überraschender Aktualität. Der Philosoph Laotse (6. Jh. v. Chr.) sagt, daß das Schwache und Kleine auch das Starke und Große überwinden kann. Er sagt, daß das weiche Wasser fähig ist, mit der Zeit auch den härtesten Stein zu zerbrechen. Er lehrt Einsicht in das Wesen der Dinge und in  das eigene Selbst, Toleranz gegenüber anderen, Anpassung an die Natur, Genügsamkeit im Leben und Furchtlosigkeit vor dem Ende.
Der Legende nach schrieb Laotse erst im hohen Alter eine gedrängte Zusammenfassung seiner Lehre. Sie wurde uns als ein schmales Buch in zwei Teilen überliefert.
 
Das
'Tao Te King ' ist weder eine himmlische Offenbarung, noch ein heiliges Buch in dem kein einziges Wort jemals ausgelöscht oder verändert werden dürfte. Wenn man Laotses Sprüche zwei- oder dreimal gelesen hat und mit den Gedanken des alten Meisters vertraut geworden ist, dann kann man es getrost beiseite legen oder verschenken, sogar irgendwo liegenlassen und es ihm selbst überlassen, einen neuen Leser zu finden. Man sollte sogar die Worte vergessen. Denn Worte selbst sind nicht so wichtig, sagt Laotse, sondern die Gedanken und Vorstellungen, die sie vermitteln, sind wesentlich. Was wirklich verstanden wurde, kann von jedermann auch mit seinen eigenen Worten weitergesagt werden.
 
Ziel
und Zweck dieser neuen, freien Interpretation des ' Tao Te King ' ist es, in einer für jedermann verständlichen, lesbaren Fassung, die Gedanken Laotses sinngemäß darzubieten und eben dadurch zusätzliche Erläuterungen und Kommentare zu erübrigen. Die gewohnte Struktur der meisten bisherigen Ausgaben ist auch hier wiederzufinden. Alle einundachtzig Kapitel wurden zusätzlich von mir mit Überschriften versehen, um den Kern der Sinnsprüche Laotses zu betonen und um dem Leser das Auffinden bestimmter Textstellen zu erleichtern."                               (Aus der Einleitung von Günter Grimm)

 

Eine sehr bedachte und eigenständige Übertragung des Tao Te King. Die Aspekte von Friedfertigkeit und dem weisen Umgang mit den verführerischen Möglichkeiten der Macht stehen dabei im Mittelpunkt. Günter Grimm legt Wert auf eine gut verständliche Darlegung der philosophischen Aspekte des Tao Te King. Die Ausformulierung des Sinngehalts stehen für ihn an erster Stelle, nicht sprachwissenschaftliche Aspekte.
Günter Grimm verstarb bereits 1990. Seine Übertragung lag bislang unveröffentlicht nur als Manuskript vor. Die posthume Erstausgabe erscheint in einer limitierten Manufaktur-Büttenpapierauflage von 100 Exemplaren.

Die Buchausgabe ist direkt beim Verlag für 15,00 € zu bestellen

     Die neue Buchausgabe "Das weiche Wasser bricht den Stein ..." von Günter Grimm

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