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Das Geschehen in der Welt ist mit dem Spannen eines Jagdbogens vergleichbar:
Das Hohe wird herabgedrückt und das Niedrige kommt nach oben.
Wo zuviel ist, da wird weggenommen
und wo es fehlt, wird hinzugegeben.
So ist der Lauf der Welt, er gleicht die Verhältnisse immer aus.

Das Verhalten der Menschen ist aber ganz anders:
sie nehmen dort weg, wo schon wenig ist 
und häufen es dort auf, wo schon viel ist.

Wer hat von allem so viel, daß er selbst der ganzen Welt noch davon abgeben könnte?
- nur der, der im Einklang mit TAO lebt.

So handelt der Weise ohne Aufsehen zu erregen;
er vollendet sein Werk, aber es bedeutet ihm nichts;
er ist bescheiden und hält sich zurück.

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