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Untertanen sollten einem Herrscher aus Überzeugung folgen,
nicht aus Furcht vor seiner Macht und Gewalt,
denn all das kann sich auch schnell gegen ihn selbst wenden.
Wo Heere entlanggezogen sind, da wächst lange Zeit nur Dornengestrüpp
und auch gewonnenen Kriegen folgt meist die große Not.

Der gute Führer weiß sich stets zu mäßigen
und greift nicht leichtfertig zur Gewalt.
Er siegt ohne Stolz, gewinnt ohne zu triumphieren
und herrscht ohne jede Überheblichkeit.

Nur gezwungenermaßen siegt er, nicht um selber zu zwingen.

Nach jedem Aufstieg folgt ein Niedergang.

Dem Lauf des TAO zuwiderzuhandeln, führt zu raschem Verfall.

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